Der Sommer neigte sich dem Ende zu, als ich durch den Garten schritt. Die Wiese kitzelte sanft meine nackten Füße. Der Wind streichelte sanft meine Wangen.
Ich weiß selbst, wie seltsam diese Einleitung von mir für andere klingen mag.
Aber es gab eine Version von mir, lange vor dem Sanatorium – auch in manchen stillen Momenten im Sanatorium – die genau so funktioniert hatte.
Ich stand einfach in der Natur. Manchmal auch nur am Fenster. Habe hinausgeblickt. Geatmet. Gefühlt.
Ohne Gedanken, ohne Analyse, ohne Deutung.
Habe die Wiese genossen.
Den Wind.
Die Sonne.
Oder die Nachtluft.
Ich konnte mich erinnern, wie Insekten auf mir damals gekrabbelt waren.
Was im Grunde absolut jedes Mal passierte, wenn ich mich in diesem Zustand befand.
Und der Ort spielte dabei eine untergeordnete Rolle.
Doch dieser Garten hier war anders. Nicht nur, weil er ein besonderer Ort war, sondern auch, weil er eine besondere Bedeutung für mich hatte. Im Laufe der Zeit entwickelt hatte.
Von hier aus konnte man das gesamte Sanatorium sehen. Den Wald. Die Berge. Und sogar in Ansätzen den Bahnhof.
Wir hatten damals als ein kleines Sanatorium begonnen.
Und wir hatten auch niemals vorgehabt zu wachsen.
Wir hatten einfach nur überleben wollen.
Die ersten, mit denen eine Kooperation begann, war der goldene Brösel gewesen. Eine süße Taverne. An einem Ort, der von allen nur „der Märchenwald“ genannt wird.
Warum, ist erst einmal zweitrangig – das verdient einen eigenen Beitrag.
Der Garten war einer der ältesten Bereiche im Sanatorium
Und auch an ihm waren die Veränderungen der Zeit nicht einfach vorbeigegangen.
Ich würde es nicht als besser oder schlechter bewerten – für den Anfang war es erst einmal einfach nur eine Veränderung.
Früher einmal war er wild gewesen. Alles hatte querbeet gewachsen. Nur einzelne Bereiche waren gepflegt gewesen.
Klar. Damals hatte sich auch ein einziges Wesen im Sanatorium um den Garten gekümmert.
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