Der Roman eines Truthers – Teil Eins – Die Prinzessin und der Ritter

Ehe sie sich versah, brach der Abend heran. Von ihrem Fenster aus sah sie, wie der Himmel in ein sanftes Rot gefärbt wurde.

Wie angekündigt, trafen die Ritter ein. Es waren weniger, als sie angenommen hatte.

Und doch mehr, als ihrem Vater vermutlich lieb sein dürfte.

Sie atmete tief durch – dann verließ sie ihr Gemach und schritt in den Festsaal, um die Ritter zu empfangen.

Alles schien vollkommen normal zu sein – wie eine übliche Festlichkeit.

Und doch fühlte sie etwas in ihrem Inneren, dass sie noch nie zuvor gespürt hatte.

Wie ein Pfeil, der sich einfach durch ihr Herz bohrte.

Für einen Augenblick musste sie nach Luft schnappen.

Fragte sich besorgt, ob bei ihr alles in Ordnung sei.

Doch genauso schnell, wie es gekommen war, war es wieder verschwunden.

Und dann blickte sie auf die Menge hinab – und sah ihn.

Einen Ritter von vielen.

Eine schlichte Rüstung. Blasse Haut. Längere, zerzauste, schwarze Haare.

Und solch dunkle Augen, wie sie sie noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen hatte.

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