TnS(E) – 1.8.6 – Kapitel Acht – Sehnsüchte – Ratssitzung: Hinterzimmerprotokoll (nicht offiziell archiviert)

„Ja“, bestätigte der Vorsitzende. „Ein direkter. Wir brauchen eine klare Note. Kein Schweigen. Kein Schweben. Diesmal nicht.“

 Am Rand des Raumes ballte der junge Schreiber unbewusst die Hände. Er wusste, wie gefährlich das war. Wer mit zwei offenen Fragen zu Elyon ging, kam selten mit zwei klaren Antworten zurück. Aber er biss die Zähne zusammen und schwieg.

„Wer übernimmt?“, fragte eine Stimme.

Der Vorsitzende sah sich um, musterte die Gesichter nacheinander. „Freiwillige gibt es nie, wenn es um ihn geht. Also wähle ich.“

Er ließ den Blick über die Runde gleiten. Lang. Prüfend. Und blieb schließlich an einem Mann mit grauen Schläfen hängen. „Sie.“

Ein kurzes Nicken, das weder Zustimmung noch Weigerung war. Nur ein Fakt.

„Gut“, sagte der Vorsitzende knapp. „Dann ist es beschlossen: Elyon wird aufgesucht. Offiziell wegen Mira. Inoffiziell wegen Juu. Und in Wahrheit, um zu sehen, auf wessen Seite er steht.“

Die Lampe auf dem Tisch flackerte, als ob sie selbst den Ton der Worte aufgenommen hätte.

 

Meta-Notiz:
– Julia/Juu: Schwur wurde protokolliert, linke Hand als Marker vermerkt. Diskussion über Vorbereitung à keine Einigkeit.
– Lehrer: Verdachtsmoment bleibt bestehen, keine Beweise.
– Elyon: erneut als Hauptverdächtiger eingetragen. Offiziell: Mira-Meldung. Inoffiziell: Loyalitätstest + Verbindung zu Juu.
– Auftrag zur direkten Befragung erteilt.

 

Nebenvermerk:
Der junge Schreiber war bei der Sitzung anwesend. Auffällig: ungewöhnlich starke innere Reaktion, jedoch äußerlich schweigend. Beobachtung empfohlen.

 

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