Der Roman eines Truthers – Teil Eins – Die Prinzessin und der Ritter

(Diese Niederschriften vom Truther wurden versehentlich gefunden. Wir sind nicht sicher, ob er einer Veröffentlichung zugestimmt hat, allerdings hat er das Schreiben, das es uns verbietet, es zu veröffentlichen, nicht unterschrieben. Daher hier der erste Teil seines Romans.)

Es war Sommer, als eine Gruppe von jungen Männern in das Königreich gebracht wurde.

Die Prinzessin stand am Fenster und sah zu, wie die Truppen auf dem Hof heimkehrten. Sie sahen müde aus. Geschlaucht. Der Weg war lang gewesen. Und die Verhandlungen anstrengender als jede Schlacht.

Sie spürte ein kurzes Pulsieren in ihrer Brust. Es fühlte sich nicht unangenehm an, obwohl sie nicht vermochte zu sagen, was die Quelle dessen war.

Mit zügigen Schritt eilte sie in das Schloss herein, in die Küche, wo sich die meisten ihrer Bediensten für eine Pause verammelt hatten.

„Bereitet ein Festmahl vor“, sprach sie zu ihren Dienern. „Die Ritter sind zurück und ich möchte, dass es ihnen an nichts mangelt“, erklärte sie ihnen weiter.

Sie zögernten nicht und machten sich direkt an die Arbeit.

Die Prinzessin wusste nicht warum, doch sie war nervös.

Sie fühlte sich vor einem großen Ereignis. Als würde etwas Bedeutsames gleich passieren. Doch die Realität sagte ihr, dass all das nichts weiter als Routine war.

Sie lief durch die Gänge. Die Räume. Gab Anweisungen. Organisierte weitere Dinge. In ihr ruhte das tiefe Verlangen, dass dieses Mal alles perfekt sein musste, wo es ihr doch sonst gleichgültig war.

Nachdem sie alles erledigt hatte, ging sie zurück in ihr Gemach, um sich für die Festlichkeiten zu richten.

Kaum, dass sie ihren Raum betreten hatte, kamen auch schon ihre Kammerzofen angelaufen, um sie bei allem zu unterstützen. Ihr alles zu bieten, was sie brauchte.

Ein Prozedere, dass sie nicht brauchte. Das sie tief in ihrem Inneren ablehnte. Sie konnte sich selbst um sich kümmern und richten. Doch ihr Vater bestand darauf.

Also fügte sie sich.

Sie hatte ja doch keine Wahl.

Und gab ihr bestes, eine gute Prinzessin zu sein. Denn eines Tages würde sie schließlich Königin werden. Auch wenn sie nicht wusste, mit welchem Mann an ihrer Seite.

Das spielte ohnehin keine Rolle.

Sie würde den Mann heiraten, der für sie gewählt werden würde, um das Reich zu sichern.

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