Es gibt Dinge, die wurden lange verteidigt.
Meinungen, Haltungen, IdentitÀten, ganze Weltbilder.
Mit Worten, mit LautstĂ€rke, mit immer neuen BegrĂŒndungen.
Und dann gibt es diesen leisen Punkt, an dem etwas aufhört, verteidigt werden zu mĂŒssen.
Nicht, weil es verschwunden wĂ€re â sondern weil es trĂ€gt.
Der Pfeil
Was wirklich Substanz hat, braucht keine DauererklÀrung.
Es steht. Auch dann, wenn niemand applaudiert.
Auch dann, wenn es gerade nicht âdranâ ist.
Viele Konflikte unserer Zeit wirken so erbittert, weil zu viel verteidigt wird, was innerlich lÀngst wackelt.
Und weil kaum jemand gelernt hat, stehen zu bleiben, ohne zu kÀmpfen.
Der Sumpf
Der Sumpfisch sitzt auf einem alten Schild, dessen Schrift halb verblasst ist.
Er tippt dagegen und sagt nur:
âWenn du es stĂ€ndig verteidigst, wohnst du vielleicht schon nicht mehr darin.â
Dann lehnt er sich zurĂŒck.
Und lÀsst das Schild stehen.
đ Tyrs Pfeil:
StÀrke zeigt sich nicht im Recht-behalten.
Sondern darin, nichts mehr beweisen zu mĂŒssen.
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