Manches verschwindet nicht.
Es liegt nur da.
Gedanken, die nicht zu Ende gesprochen wurden.
Fragen, die man zu frĂĽh beiseitegelegt hat.
Dinge, für die gerade kein Platz war – nicht im Alltag, nicht im Diskurs, nicht im richtigen Moment.
Sie drängen sich nicht auf.
Sie schreien nicht.
Sie warten.
Der Pfeil
Was liegen bleibt, ist oft das Stabilste.
Nicht, weil es schwer ist – sondern weil es nicht gezwungen wurde, sich zu verwandeln.
Systeme neigen dazu, alles zu verwerten:
Meinungen, Ereignisse, sogar Pausen.
Doch manches entzieht sich diesem Zugriff.
Es bleibt liegen, bis jemand wieder hinsieht – nicht aus Pflicht, sondern aus Reife.
Der Sumpf
Der Sumpfisch liegt halb im Schlamm, halb im Wasser und sagt nichts.
Nicht, weil er nichts zu sagen hätte.
Sondern weil er weiĂź:
Was wirklich bleibt, braucht keinen Kommentar.
👉 Tyrs Pfeil:
Nicht alles, was liegen bleibt, ist vergessen.
Manches wartet nur auf den richtigen Blick.
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