Es ist eine merkwĂĽrdige Zeit:
Alle haben eine Meinung.
Viele haben recht.
Und trotzdem wird es nicht klarer.
Debatten verlaufen nicht mehr entlang von Argumenten, sondern entlang von Zugehörigkeiten.
Nicht was gesagt wird, entscheidet – sondern von wem.
Der Pfeil
Gegenwartspolitik funktioniert zunehmend wie ein Spiegelkabinett:
Jede Seite sieht sich selbst als vernĂĽnftig, die anderen als Gefahr.
Der Wunsch, recht zu haben, ist größer geworden als der Wunsch, etwas zu verstehen.
Dabei ist das eigentliche Problem nicht der Streit.
Es ist die Geschwindigkeit, mit der Positionen bezogen werden müssen – oft, bevor überhaupt gedacht wurde.
Der Sumpf
Der Sumpfisch sitzt zwischen zwei Lautsprechern, beide gleich laut, beide ĂĽberzeugt.
Er sagt leise:
„Wenn alle gleichzeitig sprechen, gewinnt nicht die Wahrheit – sondern der Lärm.“
👉 Tyrs Pfeil:
Eine Gesellschaft verliert nicht dann ihre Mitte, wenn sie streitet.
Sondern dann, wenn niemand mehr bereit ist, nicht sofort recht zu haben.
Bildidee (fĂĽr die Mittwochs-Ausgabe)
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Zwei große Megafone, die sich direkt gegenüberstehen, beide auf voller Lautstärke.
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Dazwischen der Sumpfisch, entspannt sitzend, mit Ohrstöpseln – oder einem kleinen Schild: „Hört ihr euch noch?“
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Stil: ruhig-satirisch, nicht aggressiv, klare Symbolik.
Wenn du möchtest, generiere ich dir das Bild direkt im Anschluss – dann ist der Mittwoch komplett.
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