Zeit im Übergang: Wenn nichts mehr passt – und genau das stimmt

Übergänge fühlen sich selten gut an.
Nicht, weil etwas falsch läuft –
sondern weil Zeit hier ihren Halt verliert.
Sie wird weder vorwärts noch rückwärts erlebt, sondern dazwischen.

Übergangszeit ist kein Fehlerzustand

In Übergängen sagen viele Sätze wie:

  • „Ich hänge fest.“

  • „Es fühlt sich unwirklich an.“

  • „Ich weiß nicht, wo ich gerade stehe.“

Doch energetisch ist Übergang kein Stillstand.
Er ist eine Entkopplung vom alten Takt, bevor ein neuer greift.

Zeit verliert hier ihre Funktion als Orientierung
und wird zu einem Raum, den man durchquert.


Wie Übergangszeit sich anfühlt

Typisch ist eine merkwürdige Mischung aus:

  • innerer Klarheit und äußerer Unordnung

  • Erschöpfung und Wachheit

  • Sehnsucht und Abwehr

Zeit wirkt hier:

  • gedehnt an manchen Tagen

  • komprimiert an anderen

  • manchmal fast bedeutungslos

Nicht, weil sie kaputt ist –
sondern weil sie noch keinen neuen Rhythmus gefunden hat.


Körper & Übergang: Wenn der Takt wegfällt

Körperlich zeigt sich Übergangszeit oft als:

  • Müdigkeit ohne erklärbaren Grund

  • veränderter Schlaf

  • Druck im Brust- oder Bauchraum

  • das Gefühl, „nicht ganz hier“ zu sein

Der Körper wartet.
Nicht passiv – sondern lauschend.

Er stellt sich nicht auf Zukunft ein,
solange die alte Struktur noch nicht ganz gelöst ist.


Symbolisch betrachtet

In alten Systemen war Übergang heilig:

  • Schwellen durften nicht übersprungen werden

  • Zwischenräume galten als Orte der Wandlung

  • Wer zu schnell weiterging, „verlor den Faden“

Übergang war nie Ziel –
sondern Bedingung für Echtheit.

Er sorgt dafür,
dass Neues nicht nur beginnt,
sondern passt.


Warum Übergangszeit sich heute länger anfühlt

Viele klassische Übergänge sind verschwommen:

  • Abschiede ohne Abschluss

  • Neubeginne ohne klares Startsignal

  • Lebensphasen, die ineinanderlaufen

Zeit dehnt sich hier,
weil das System noch prüft:
👉 Ist das wirklich vorbei?
👉 Ist das Neue tragfähig?

Diese Prüfung ist kein Zweifel.
Sie ist Sorgfalt.


Einladung statt Lösung

Übergangszeit lässt sich nicht beschleunigen,
aber sie lässt sich halten.

Nicht durch Aktion.
Sondern durch:

  • Anwesenheit

  • kleine Rituale

  • das Erlauben von Unklarheit

Zeit richtet sich neu aus,
wenn man ihr nicht vorgibt, wohin.


Purple-Pilled-Kernsatz (für die Reihe)

„Übergang ist die Zeitform, in der Wahrheit prüft, ob sie bleiben darf.“

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