Es gibt Momente, in denen nichts geschieht –
und doch fühlt es sich vollständig an.
Das Dazwischen ist kein Abschnitt der Zeit.
Es ist der Moment, in dem Zeit aufhört, etwas leisten zu müssen.
Das Dazwischen hat keinen Auftrag
Im Übergang soll etwas werden.
Im Alltag soll etwas funktionieren.
Im Dazwischen
soll nichts.
Und genau das macht es so schwer auszuhalten
– und so heilsam, wenn es gelingt.
Hier gibt es:
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kein Ziel
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keinen Fortschritt
-
keine Optimierung
Zeit fällt aus ihrer Rolle
und wird tragender Raum.
Warum das Dazwischen sich oft „zart“ anfühlt
Viele beschreiben es nicht als stark,
sondern als sanft.
Das liegt daran, dass im Dazwischen:
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keine Spannung aufgebaut wird
-
kein innerer Zug wirkt
-
keine Richtung dominiert
Die Schwingung im Brustraum entsteht,
weil der Körper nicht reagieren muss.
Er darf einfach da sein.
Dazwischen und Identität
Ein interessanter Effekt:
Im Dazwischen wird Identität leiser.
Nicht weg.
Aber weniger präsent.
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Rollen treten zurück
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Selbstbilder verlieren Kontur
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Bewertungen lösen sich
Das kann kurz irritieren
(„Wer bin ich gerade, wenn nichts von mir verlangt wird?“)
Doch genau hier liegt die Qualität:
👉 Das Dazwischen zeigt dich ohne Funktion.
Energetisch betrachtet: Ein neutraler Klangraum
Energetisch ist das Dazwischen:
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weder sammelnd noch entladend
-
weder öffnend noch schließend
Es ist ein neutraler Resonanzraum.
Alles darf da sein,
aber nichts wird verstärkt.
Das ist selten –
und deshalb so kostbar.
Das Dazwischen in Beziehungen
Man kennt es manchmal:
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gemeinsames Schweigen ohne Spannung
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ein Blick, der nichts will
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Nähe ohne Austausch
Das ist kein Leerlauf.
Das ist geteiltes Dazwischen.
Zeit wird hier nicht erlebt,
sondern geteilt.
Das Dazwischen und Kreativität
Interessant:
Ideen entstehen selten im Dazwischen –
aber sie reifen dort.
Viele gute Impulse kommen nicht,
wenn man sucht,
sondern wenn man aufhört, etwas zu wollen.
Das Dazwischen ist kein Ursprung,
sondern ein Nährboden.
Eine leise Praxis (ohne Technik)
Wenn du merkst,
dass gerade nichts ansteht:
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bleib einen Moment
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ändere nichts
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benenne nichts
Nicht meditieren.
Nicht reflektieren.
Nur:
👉 „Es ist gerade nichts zu tun – und das ist in Ordnung.“
Purple-Pilled-Kernsatz (Vertiefung)
„Das Dazwischen ist der Raum, in dem du nicht gemeint bist – und genau deshalb ganz da.“
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