Es gibt Reihen, die enden.
Und es gibt Reihen, die sich setzen.
Diese hier gehört zur zweiten Art.
Was Zeit jetzt tut
Nach Körper,
Übergang,
Dazwischen,
Ort,
Beziehung,
Digitalem,
Erwartung,
Erinnerung,
Ritual
und Wiederholung
tut Zeit etwas sehr Einfaches:
👉 Sie bleibt.
Nicht als Thema.
Nicht als Gedanke.
Nicht als Aufgabe.
Sondern als Gegenwart ohne Auftrag.
Kein Fazit – bewusst
Ein Fazit würde bündeln.
Ordnen.
Zusammenfassen.
Aber Zeit lässt sich nicht zusammenfassen,
ohne ihr etwas zu nehmen.
Was sie stattdessen tut:
-
Sie legt sich über alles Gesagte
-
Sie verbindet, ohne zu erklären
-
Sie hält, ohne festzuhalten
Wie ein Atemzug,
der nicht gezählt werden muss.
Was vielleicht geblieben ist
Vielleicht:
-
ein anderes Hören
-
ein anderes Spüren
-
ein sanfteres Verhältnis zur Uhr
Vielleicht auch gar nichts Greifbares.
Auch das ist richtig.
Zeit arbeitet nicht mit Ergebnissen.
Sie arbeitet mit Nachhall.
Wenn du morgen nichts davon „brauchst“
Dann ist das kein Verlust.
Dann hat Zeit ihren Job gemacht.
Was wirklich integriert ist,
muss nicht erinnert werden.
Es wirkt leise weiter.
Ein letzter Purple-Pilled-Satz
(nicht als Abschluss – eher als Tür)
„Zeit ist nicht das, was vergeht.
Zeit ist das, was bleibt, wenn niemand zieht.“
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