Personenprofile: Tally

Rufname: Tally
Typ: Mensch, Hexe
Position: Therapeutin (wie auch immer das passiert ist)
Geschlecht: weiblich
Alter: 37
Größe: 1,69m
Figur: etwas zu schlank, leicht gebückte Haltung (und arbeiten daran hilft nicht). Aber auf meine Brüste bin ich stolz.
Haut: hell
Gewicht: 64kg
Haarschnitt:  Schlicht. Sehr lang. Etwas dünn. Ich nehme mir immer vor, darauf zu achten, vergesse es dann aber. Ich bin schon froh, wenn ich es einmal im Jahr zum Friseur schaffe.
Haarfarbe: schwarz
Augenfarbe: braun
Kleiderstil: Schlicht. Bequem. Ich richte mich eigentlich nur, wenn ich das Haus verlassen muss. Zum Glück gibt es hier weder Kleiderordnung noch Ansprüche.
Beziehungsstatus: verheiratet
Raucher: nein
Sternzeichen: Jungfrau
Hobbies: TikTok – konsumieren und selber Videos machen. Schreiben, meistens Kurzgeschichten, die niemals fertig werden. Kritzelein, die gelegentlich zu echt schönen Kunstwerken werden – auch wenn keiner so genau weiß, was sie eigentlich darstellen.
Charakter: Ui… Ich bin halt ich. Und nicht unbedingt einfach. Zumindest sagen das immer alle. Ich glaube, sie haben recht. Ich finde mich ja selbst oft anstrengend. Und erschreckenderweise aus denselben Gründen, die mir oft zum Vorwurf gemacht werden:

Komplizierte Gedankengänge. Sprunghafte Erzählweise. Seltsame Weltansicht, der man nicht folgen kann.

Und so weiter.

Ich habe keine Ahnung, wer auf die Idee kam, mich hier zur Therapeutin zu machen.

Selbstbeschreibung: Ich habe keine Ahnung, was ich hier schreiben soll. Irgendwie ist es für mich dasselbe, wie die Charakter-Beschreibung. Ich lasse das Feld einfach aus.
Biographie in Kürze: Ich bin in einem Dorf aufgewachsen. Einem christlichen Dorf. Und das mit meiner charaktelrichen Prägung…

Meine Eltern waren immer gut zu mir. Auch wenn ich sie regelmäßig an den Rande des Wahnsinns trieb. Dennoch versuchten sie immer, ruhig zu bleiben. Was auch immer ich „anstellte“ laut den Nachbarn und den Lehrern.

Ich hatte nie viele Freunde. Die meisten fanden mich seltsam. Konnte ich ihnen nicht verdenken: Ich fand mich ja selbst seltsam.

Aber irgendwann hatte ich dann Eine. Wir sind bis heute befreundet. Ich hab sie echt lieb.

Ich weiß nicht mehr, warum, aber ich studierte auf Lehramt. Wahrscheinlich, weil ich mir dachte, dass es schön wäre, mit Kinder zu arbeiten. Ich liebe Kinder. Habe ich schon immer. Wahrscheinlich hat das dazu geführt.

In jedem Fall wurde ich Lehrerin. Und ich liebte die Kinder. Und sie liebten mich. Nur kam ich mit den Lehrern nicht klar…

Und so kam es, wie es kommen musste: Ich hielt es nicht mehr aus und kündigte. Ich konnte einfach nicht mehr. Ich stand kurz vor einem Zusammenbruch. Und ich tat das einzig richtige für mich in dem Moment: Ich kündigte.

Eine ganze Weile wusste ich nicht, was ich machen sollte. Ich saß einfach zu Hause rum. Unternahm nichts. Und ging allen – auch mir selbst – nur auf die Nerven.

Eine gute Freundin hatte mir dann einen Job vermittelt. Und dann auch noch in Home-Office. Das hat sich für mich damals wie der Jackpot angefühlt.

Ich war nicht unglücklich in meinem Job. Ganz im Gegenteil. Aber erfüllend ist er dennoch nicht gewesen.

Dann kam die große Krise. Bei der fast alle ihren Job verloren – auch ich.

Aber dieses Mal folgte keine Existenzkrise.

Irgendwie…

… fühlte ich mich ganz ruhig.

Als hätte ich mein ganzes Leben lang nur auf diesen Moment gewartet. Irgendwie hatte ich gewusst, dass er irgendwann kommen wird. Ohne, dass es mir wirklich bewusst gewesen ist.

In dieser Zeit fühlte ich mich so sicher in meinem Handeln, wie noch nie zuvor in meinem Leben. Bis es vorbei war. Und wir alle mitten im Aufbau standen. Mit dem die wenigsten von uns so wirklich klarkamen.

Ich kann mich nicht richtig erinnern, wie ich hier gelandet bin. Vielleicht habe ich mich beworben, weil es einer der wenigen Orte war, die damals Leute eingestellt haben. Vielleicht hatten sie mich gefunden. Ich wusste es nicht mehr. Ich konnte mich einfach nicht mehr daran erinnern. Als wäre diese Erinnerung gelöscht wurden – was hier nicht unbedingt ungewöhnlich wäre.

In jedem Fall war ich jetzt Therapeutin hier. Ich war ganz zufrieden damit, auch wenn ich wirklich nicht verstehen konnte, wie man auf die Idee kommen konnte, mich zur Therapeutin zu machen.

Tätigkeitsbeschreibung: Therapeutin: Was soll ich dazu sagen? Eigentlich ist der Begriff selbsterklärend. Meistens mache ich Einzeltherapien. Gruppentherapien würde ich auch gar nicht aushalten. Ich rede auch gerne außerhalb der Sitzungen mit meinen Patienten.