📰Wenn KomplexitĂ€t das neue Totschlagargument ist

„Das ist komplex“ beendet oft eine Diskussion.
Dabei sollte es eigentlich erst der Anfang sein.

Es gibt eine elegante Methode, Diskussionen zu beenden, ohne sie wirklich zu fĂŒhren.

Man sagt einfach:
„Das ist komplex.“

Und plötzlich verÀndert sich der Raum.

Die Stirn runzelt sich.
Die Stimmen werden vorsichtiger.
Die Fragen verstummen.

KomplexitÀt ist ein wunderbares Wort.
Es klingt nach Tiefe, nach Fachwissen, nach Verantwortung.

Und manchmal stimmt es sogar.

Die Welt ist kompliziert.
Systeme sind vernetzt.
Folgen lassen sich nicht immer exakt vorhersagen.

Aber zwischen komplex und nicht erklÀrbar liegt ein Unterschied.

Ein Experte erklĂ€rte kĂŒrzlich:
„Man muss akzeptieren, dass einfache Lösungen hier nicht funktionieren.“

Was er meinte:
Bitte stellt keine einfachen Fragen.

Unser MoPro-Klima-Rat notiert trocken:
„KomplexitĂ€t ist real. Aber sie wird erstaunlich oft erst erwĂ€hnt, wenn jemand nachfragt.“

Denn KomplexitÀt kann zweierlei bedeuten:

Entweder:
Die Sache ist schwierig.

Oder:
Die ErklÀrung wÀre unangenehm.

Donnerstage sind gute Tage fĂŒr ein kleines Experiment.

Wenn jemand sagt:
„Das ist komplex.“

Dann kann man freundlich antworten:

„ErklĂ€r es mir trotzdem.“

KomplexitÀt ist eine Eigenschaft von Problemen.
Nicht von Antworten.

Telegram-Kurzformat

„Das ist komplex.“
Oder: Bitte nicht weiter nachfragen.


đŸȘ“đŸ‡
Nachgedacht fĂŒr alle, die wissen:
Wenn etwas wirklich komplex ist,
kann man es meistens trotzdem erklÀren.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*