📰Wenn alles „alternativlos“ ist

„Alternativlos“ klingt nach Stärke.
Manchmal ist es nur das Ende der Debatte.

Es gibt Worte, die tauchen immer dann auf,
wenn Diskussionen gerade unpraktisch wären.

„Alternativlos“ ist so eines.

Es klingt sachlich.
Es klingt nach Verantwortung.
Es klingt nach: Wir haben das geprüft.

Was es meistens bedeutet:
Bitte nicht weiter nachfragen.

Ob Haushalt, Infrastruktur, Energie, Außenpolitik –
irgendwann steht jemand da und sagt:
„Das war alternativlos.“

Ein schönes Wort.
Es erspart uns das lästige Ringen um Möglichkeiten.
Es beruhigt Märkte.
Und es entlastet Debatten.

Denn wenn es keine Alternative gibt,
gibt es auch keine Wahl.

Ein Analyst erklärte kürzlich:
„Man muss manchmal klare Linien ziehen.“
Was er meinte: Es wäre kompliziert, wenn wir anfangen zu diskutieren.

Unser MoPro-Klima-Rat hebt eine Augenbraue:
„Alternativlos ist meistens nur die bequemste Alternative.“

Natürlich gibt es Situationen,
in denen Optionen eng sind.
Aber selbst enge Optionen sind Optionen.

Der wahre Trick des Wortes liegt darin,
dass es Handlung in Naturgesetz verwandelt.

Wenn etwas alternativlos ist,
ist es nicht mehr Entscheidung.
Es ist Schicksal.

Und wer diskutiert schon mit Schicksal?

Telegram-Kurzformat

Alternativlos =
Die bequemste aller Optionen.


🪓🐇
Nachgedacht für alle, die wissen:
Wo keine Alternative mehr erlaubt ist,
war meistens vorher eine.

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