📰Wenn Mitgehen bequemer ist als Mitdenken

Zwischen „alternativlos“ und „wird schon stimmen“ liegt ein Moment –
in dem Mitgehen bequemer ist als Mitdenken.

Es gibt einen Moment, der selten auffällt.

Er liegt zwischen Information und Entscheidung.
Zwischen „Man sagt“ und „Ich stimme zu“.

Es ist der Moment des Mitgehens.

Nicht aus Überzeugung.
Nicht aus Widerstand.
Sondern aus Bequemlichkeit.

Die Dinge werden komplexer.
Die Schlagzeilen schneller.
Die Begriffe größer.

System.
Alternativlos.
Sachzwang.

Und irgendwann denkt man:
„Es wird schon stimmen.“

Niemand zwingt uns dazu.
Niemand verbietet Widerspruch.
Es ist nur… anstrengend.

Ein Analyst sagte neulich:
„Die meisten Entscheidungen werden nicht aktiv getragen.
Sie werden hingenommen.“

Unser MoPro-Klima-Rat notiert trocken:
„Zustimmung durch Müdigkeit ist die stabilste Form der Akzeptanz.“

Das Gefährliche am Mitgehen ist nicht,
dass man mitläuft.

Sondern dass man irgendwann vergisst,
dass man auch stehenbleiben könnte.

Montage sind keine Tage für große Revolutionen.
Aber vielleicht für eine kleine Frage:

Wo gehe ich mit,
weil ich überzeugt bin –
und wo,
weil es bequemer ist?

Man verliert Freiheit selten durch Zwang.
Oft durch Gewöhnung.

Telegram-Kurzformat

Man geht selten, weil man muss.
Oft, weil es einfacher ist.


🪓🐇
Nachgedacht für alle, die wissen:
Zustimmung ist leiser als Widerstand –
aber nicht weniger wirksam.

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