📰Der Moment, in dem alle „kurz abstimmen“ wollen

„Nur kurz abstimmen“ –
der Anfang von allem, was lÀnger dauert.

Es beginnt meist harmlos.

„Können wir das kurz abstimmen?“

Ein Satz, so unscheinbar,
dass man ihm sofort zustimmt.

Denn was soll schon passieren?
Es ist ja nur kurz.

FĂŒnf Minuten vielleicht.
Zehn maximal.

Ein kleiner Austausch.
Ein schneller Beschluss.

Dann beginnt die Abstimmung.

Jemand bringt einen zusÀtzlichen Punkt ein.
Ein anderer hat noch eine Perspektive.
Eine dritte Person sieht „noch KlĂ€rungsbedarf“.

Und plötzlich steht man mitten in etwas,
das ursprĂŒnglich gar nicht geplant war:

Ein GesprÀch.

Ein lÀngeres GesprÀch.

Ein GesprÀch mit Unterpunkten.

Unser MoPro-Klimarat notiert dazu trocken:

„‚Kurz abstimmen‘ ist die höflichste Formulierung fĂŒr unplanbare Zeit.“

Denn Abstimmungen haben eine besondere Eigenschaft:

Sie öffnen RÀume.

Und in offenen RĂ€umen passiert selten das,
was man ursprĂŒnglich vorhatte.

Donnerstage sind gute Tage, um sich daran zu erinnern:

Nicht jede Abstimmung ist notwendig.
Und nicht jede Notwendigkeit braucht eine Abstimmung.

Manche Dinge funktionieren erstaunlich gut,
wenn man sie einfach entscheidet.

Telegram-Kurzformat

Kurz abgestimmt.
Lang gesprochen.
Nichts entschieden.


đŸȘ“đŸ‡
Nachgedacht fĂŒr alle, die wissen:
Die kĂŒrzesten Meetings beginnen immer mit den lĂ€ngsten SĂ€tzen.

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