Die Brösel-Archive

(Auf eigene Gefahr hin.)

Die Brösel-Archive sind das Gedächtnis des Goldenen Brösels.

Nicht zu verwechseln mit dem Sanatoriums-Archiv.

Zwar stehen beide Archive in regelmäßigem Austausch, sie arbeiten jedoch eigenständig und dokumentieren unterschiedliche Dinge.

Was wird hier archiviert?

Unter andere:

  • Chroniken vergangener Speisekarten
  • Rezepte und deren Weiterentwicklungen
  • Lieferlisten
  • Beschwerden (freiwillig oder unfreiwillig eingereicht)
  • vesondere Ereignisse im Goldenen Brösel
  • ausgewählte Berichte aus dem Keller
  • Ergebnisse der Labor-Experimente
  • sowei verschiedene Unterlagen, die irgendwann einmal „bestimmt noch wichtig werden“

Besonders empfehlenswert sind die Chroniken der Speisekarte. Sie gelten als überraschend unterhaltsam und beantworten Fragen, die niemand gestellt hat.

Zugang

Die Räumlichkeiten der Archive stehen grundsätzlich allen BEsuchern offen – wenn man den Raum findet.

Was sich tatsächlich finden lässt, ist allerdings eine andere Frage.

Der Wirt erklärt dazu: „Wir fanden das Konzept des Sanatoriums dahingehend gut. Allerdings haben wir vergessen, wo unser Zugang zu Flügel Y ist. Die Topfpflanze kümmert sich darum.“

Weitere Nachfragen führten bislang zu keinem eindeutigen Ergebnis.

Besonderheiten

Bestimmte Archivbereiche – insbesondere Berichte aus dem Labor oder ausgewählte Dokumentationen einzelner Kellerabende – gelten als eingeschränkt zugänglich.

Nicht etwa, weil die Regale verschlossen wären.

Sondern, weil sie erstaunlich selten von den falschen Personen gefunden werden.

Der Wirt kommentiert dazu lediglich: „Die Topfpflanze entscheidet. Die hat ein gutes Gespür für Vertrauenswürdigkeit.“

Archivstil

Wer sich durch die Archive arbeitet, wird schnell feststellen, dass es kaum einen Mittelweg gibt.

Ein Teil der Dokumente besteht aus derart nüchternen Protokollen, dass selbst erfahrene Archivare mehrere Anläufe benötigen, um den eigentlichen Vorfall zu rekonstruieren.

Der andere Teil liest sich eher wie kunstvoll erzählte Geschichten.

Warum sich beide Dokumentationsformen über Jahrzehnte parallel entwickelt haben, konnte bisher niemand schlüssig erklären.

Zur Topfpflanze

Nach aktuellem Stand gilt die Topfpflanze als inoffizielle Leitung des Brösel-Archivs.

Der Wirt äußert sich dazu wie folgt: „Ich schätze, sie ist sowas wie der Chef des Archivs. Irgendwo ist sicherlich ein Bericht dazu, wie es dazu kommen konnte. Wir haben schon vor Monaten beantragt, dass für die Topfpflanze ein eigenes Profil angelegt wird.“

Nach kurzer Überlegung ergänzte er: „Vielleicht ist die Topfpflanze auch ein Kobold. Aber schwören würde ich darauf nicht.“

Die Verwaltung prüft den Antrag weiterhin.

🪴Schild an der Topfpflanze:

„Bitte nicht füttern.
(Auch nicht gießen! Streicheln ist in Ordnung.)“