Nicht alles wird entschieden – manches legt sich einfach.
Sonntag im Kaufhaus.
Die Woche ist vorbei,
aber nicht verschwunden.
Sie liegt noch im Raum,
nicht mehr in Bewegung,
aber auch nicht weg.
Diese Woche war kein Schnitt.
Eher ein Setzen.
Gedanken, die vorher in Bewegung waren,
haben ihren Platz gefunden –
nicht, weil sie zu Ende gedacht wurden,
sondern weil sie aufgehört haben, sich zu bewegen.
Ein paar Dinge sind einfach geblieben.
Ohne Druck.
Ohne Erklärung.
Ohne dass jemand gesagt hat:
Das ist jetzt so.
Und genau daran erkennt man sie:
Sie ziehen nicht mehr.
Das Kaufhaus kennt diesen Zustand gut.
Er passiert nicht durch Entscheidung,
sondern durch Nachlassen.
Das, was nicht mehr arbeitet,
bleibt liegen.
Das, was noch zieht,
verschwindet nicht –
aber wird leiser.
Am Sonntag sieht man das klarer:
Was ist noch aktiv?
Und was ist einfach… da?
Heute wird nichts verschoben.
Nichts optimiert.
Nichts abgeschlossen.
Nur beobachtet:
Was hat sich gesetzt?
Das Rolltor bleibt unten.
Nicht als Abschluss,
sondern als Ruhefläche.
Sonntagsnotiz:
„Was sich setzt, braucht keine Entscheidung mehr.“
Antworten