📰Der Moment, in dem alles „noch schnell“ geht

„Noch schnell erledigt.“
Sagte jeder – vor drei Tagen.

Es ist Montag.
Der Tag der guten Vorsätze und der schlechten Zeitplanung.

„Das machen wir noch schnell.“

Ein Satz, der harmlos klingt.
Fast effizient.

Denn wer etwas „noch schnell“ macht,
hat offensichtlich alles im Griff.

Zumindest für einen kurzen Moment.

Dann passiert das Übliche.

Aus „noch schnell“ wird:

  • „kurz abstimmen“
  • „noch eine Rückfrage“
  • „das ziehen wir einmal sauber auf“

Und plötzlich befindet man sich in einem Prozess,
der weder schnell noch kurz ist.

Unser MoPro-Klimarat notiert dazu trocken:

„‚Noch schnell‘ ist keine Zeitangabe.
Es ist ein Optimismus.“

Denn „noch schnell“ beschreibt selten die Realität.
Es beschreibt die Hoffnung,
dass Realität sich diesmal anpasst.

Montage sind besonders anfällig dafür.

Der Wille ist da.
Die Energie auch.
Und irgendwo dazwischen entsteht der Gedanke:

Das kriegen wir schon noch schnell hin.

Donnerstage zeigen dann,
wie schnell „noch schnell“ wirklich war.

Telegram-Kurzformat

Noch schnell angefangen.
Noch schneller eskaliert.
Noch nicht fertig.


🪓🐇
Nachgedacht für alle, die wissen:
„Noch schnell“ ist der erste Schritt
zu „Wir müssen das nochmal sauber aufsetzen.“

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