„Build Back Better“ klingt nach Zukunft.
Manchmal heißt es nur: Wir bauen anders – und nennen es Fortschritt.
„Build Back Better.“
Es ist einer dieser Sätze, die man sagen kann, ohne etwas Konkretes zu sagen.
Er klingt nach Aufbruch, nach Modernisierung, nach einer Zukunft, die selbstverständlich besser wird als die Vergangenheit.
Besser als was?
Unklar.
Aber besser klingt gut.
Ob Pandemie, Energiekrise, Infrastruktur, Haushalt –
das Motto passt überall drauf. Wie ein Aufkleber auf einer Baustelle, bei der niemand genau weiß, was gebaut wird.
Man reißt ab.
Man plant neu.
Man optimiert.
Man restrukturiert.
Und irgendwo zwischen Fördertopf und Projektgruppe fragt niemand mehr, ob man vielleicht einfach hätte reparieren können.
Ein Berater sagte kürzlich:
„Wir müssen jetzt mutig neu denken.“
Übersetzung: Die alte Idee war zu teuer.
Unser MoPro-Klima-Rat kichert dieses Mal tatsächlich:
„Build Back Better ist wie ein Diät-Versprechen. Am Ende ist der Kühlschrank nur anders sortiert.“
Das Problem mit großen Slogans ist nicht, dass sie falsch sind.
Sondern dass sie selten überprüfbar sind.
Wenn alles Transformation ist,
ist nichts mehr konkret.
Wenn alles besser wird,
ist Kritik automatisch rückwärtsgewandt.
Und während wir also besser zurückbauen,
effizienter priorisieren
und nachhaltiger umstrukturieren,
bleibt eine kleine Frage stehen:
Was genau bauen wir eigentlich?
Und warum wirkt es manchmal kleiner?
Telegram-Kurzformat
Build Back Better.
Details folgen.
Vielleicht.
🪓🐇
Nachgedacht für alle, die wissen:
Ein Slogan ersetzt keinen Bauplan.
Aber er klingt beeindruckend auf dem Bauzaun.
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